Immer mehr Urheber melden sich zu Wort, um ihren Beitrag zu Veränderung und Verbesserung der Urheber- und der Nutzersituation zu leisten.
Ich werde dabei nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, dass man nicht alle Urheber aus allen Bereichen in einen Topf werfen kann, sondern es müssen individuelle Lösungen erarbeitet werden.
Gemeinsam – übrigens ganz im Sinne des Kommentars von Lucy Kivelip im buchreport diese Woche.
Was alle Urheber eint, sind die Nutzer ihrer Werke, und da rücke ich keinen Millimeter von meiner Haltung ab: Werke dürfen nicht ungefragt kopiert werden, ob sie nun digital vorliegen oder nicht.
Heute bei CARTA stellt die Fotografenvereinigung freelens ihre Position vor, und neben sehr vielen sehr guten und ausgewogenen Betrachtungen lautet einer der entscheidenden Sätze darin:
In der Praxis werden Anfragen von Privatleuten, kleinen Vereinen und ähnlichen schon jetzt sehr großzügig gehandhabt. Dem Motto „Fragen kostet nichts“ folgend, fragen viele Menschen einfach bei dem Fotografen an, ob sie ein Bild für einen bestimmten Zweck nutzen dürfen. Durch den Urhebernachweis und das Internet kann der Kontakt zum Urheber leicht hergestellt werden.
Wichtig ist mir das deshalb, weil ich denke, miteinander zu sprechen und nachzufragen sollte das Allernormalste sein, statt Grundsatzdiskussionen über die Nichtexistenz geistigen Eigentums einerseits und über die Negierung individueller Leistung andererseits zu führen. Nur ein ganz kleiner Gedankengang dazu: Wir Urheber bringen genau wie jeder andere Mensch unsere Fähigkeiten, unsere Persönlichkeit und unser Wissen andauernd unentgeltlich “in die Gesellschaft” ein.
Lediglich für einen Teil unseres Schaffens verlangen wir einen wirtschaftlichen Ausgleich – und diesen Teil möchte ich gerne nach wie vor geschützt sehen.
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Ja. Aber leider beharren viele so strikt auf ihrem jeweiligen Standpunkt, dass das schwierig ist. “Ich hab Recht, und du bist doof” – so wird das nix.
Das stimmt, Vera, aber ich höre hier und da Nuancen heraus und auch die ein oder andere Bewegung aufeinander zu. Alle werden wir nie mitnehmen können, aber ich glaube, es verändert sich was.