Schmusekurs
In der Liebe ist man nie gefeit vor dem siebten Himmel, den rosaroten Wolken und bitterer Enttäuschung. Weder in der Liebe zwischen Gatte und Gattin, noch zwischen Bruder und Schwester, zwischen Schwan und Schwänin – und zwischen Mutter und Sohn. Selbiger ist dem Kuschelalter inzwischen entwachsen, zumindest dem Hardcorekuschelalter, umso bemerkenswerter sind seine gelegentlichen Beschmusungen.
Zum Beispiel die von vor 10 Minuten. Er kommt ins Büro, erkundigt sich nach dem Fortgang meiner Arbeit, lauscht der Musik die ich blippe, schmiegt sein Lockenköpfchen eng an meinen linken Oberarm. Legt seinen kleinen Arm um meine Schulter, drückt sein kleines Sohneskreuz in meine Flanke. Bis ich bemerke, dass er so – und nur so – dem Vater beim GTA3 spielen zusehen kann.